Montag, 29. Juni 2015

Fünf - Geocaching mal anders ;)

Quelle: Amazon
Fünf

Erscheinungstermin: 16. Februar 2012 

Broschur
384 Seiten
12,5 x 3,4 x 21,7 cm
ISBN: 978-3805250313


EURO 14,95 [D] | EURO 15,40 [A]
ebook EURO 9,99 [D]  


Verlag: Wunderlich




die Autorin: 

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher "Erebos", "Saeculum" und der Eleria-Trilogie "Die Verratenen", "Die Verschworenen" und "Die Vernichteten" landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller "Fünf" auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten "Blinde Vögel" und "Stimmen". Inzwischen widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.


Klappentext:

Ein Spiel mit Namen Tod.

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...



Zitate:
„Werde ich ihn identifizieren müssen?“, flüsterte sie. "Nein, das ist nicht nötig." Florins Antwort kam etwas zu schnell und zu bestimmt. Die Frau schaute hoch. Sie ist nicht dumm, dachte Beatrice. Sie hat gerade kapiert, dass sie sich Fragen nach den Details besser sparen sollte. Seite 147
„Er ist an einer Sepsis gestorben, Vogt meint, es hätte zwei bis drei Tage gedauert und müsse unglaublich schmerzhaft gewesen sein. Der ganze Brustraum war entzündet, die Speiseröhre hat Geschwüre entwickelt, die sich allmählich selbst verdaut haben .“ Seite 253

Charakter:

Die Ermittlerin Beatrice versucht krampfhaft, ihren Job und ihr Leben als alleinerziehende Mutter unter einen Hut zu bringen. Dabei kommt sie des Öfteren ins Straucheln, unter anderem, da ihr Ex Achim alles daran setzt, ihr das Leben nach allen Regeln der Kunst schwer zu machen. 
Seine nächtlichen Anrufe und verbalen Attacken, dass sie eine schlechte Mutter sei, in Kombination mit dem Aufwiegeln der Kinder, macht ihr Leben nicht wirklich einfacher. 
Zumal sie ebenso aufopferungsvoll versucht, eine gute Ermittlerin zu sein. Und das ist sie! Sie hat ein oftmals untrügliches Bauchgefühl und zusammen mit ihrem Partner Florin bildet sie ein gut eingespieltes Team.

Meinung:

Ein durchtriebener Täter, der ein perfides Spiel mit den Ermittlern treibt. 
Eine Schnitzeljagd in Form von Geocaching...
Aber warum das alles? Was bezweckt er? Und was wird die beiden Ermittler sowie ihre Kollegen am Ende der Jagd erwarten? 

"Fünf" überzeugt mit einer sehr durchdachten und vor allem spannenden Storyline. Die Idee mit dem Geocaching, die einem das Gefühl vermittelt, dass der Täter ihnen zumeist mindestens 5 Schritte voraus ist, vermittelt dem Leser sehr gut das Gefühl der Hilflosigkeit, welches bestimmt die meisten Ermittler in so einer Situation überkommen würde. 
Dazu erhält man ab und zu kurze Einblicke in die aktuelle Lage, Emotionen und Ängste der Opfer. Derartige schaurige Momentaufnahmen, die ein beklemmendes Gefühl hinterlassen, sowie die authentischen Charaktere, haben mir einen nahezu durchgängigen Lesespaß beschert.

Dies war bereits mein viertes Buch der Autorin, wobei mich ihre Ideen und ihr sehr angenehmer Schreibstil inklusive grausigem Kopfkino auch dieses Mal überzeugen konnten. 
Ich freue mich schon sehr auf Band 2 der Reihe, der daheim bereits auf mich wartet :)

Einen klitzekleinen Abzug vergebe ich jedoch in der B-Note. 
Leider hat sich zum Einen stellenweise die ein oder andere Länge eingeschlichen, vor allem bei den Umgebungsbeschreibungen, und zum Anderen war ich für meinen Geschmack einen kleinen Ticken zu schnell auf der Spur des Täters. Nichtsdestotrotz war "Fünf" für mich ein toller Thriller, dem ich jedem Genreliebhaber ans Herz legen möchte. 


mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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Donnerstag, 25. Juni 2015

Die Seiten der Welt 2 - "Woher kommen die Ideen?"

Quelle: FJB
Die Seiten der Welt #2 - Nachtland

von Kai Meyer  

Erscheinungstermin: 25. Juni 2015 

Hardcover
592 Seiten

ISBN: 978-3841421661


€ (D) 19,99 | € (A) 20,60 | SFR 28,90
ebook € (D) 17,99 | € (A) 18,50  


Verlag: FJB




der Autor: 

Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.


Klappentext:

Das Abenteuer geht weiter: Das zweite Buch des Spiegel-Bestsellers DIE SEITEN DER WELT von Erfolgsautor Kai Meyer um die junge Bibliomantin Furia.

Die Reise ins Herz der Bücherwelt

Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden.

Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor.
Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und
Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert.
Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über
die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre
Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern
zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die
verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen
auf das größte Geheimnis der Bibliomantik. 



Zitate:
"Ariel hatte recht und unrecht zugleich. Der Widerstand war größer als jeder Einzelne, Ariel eingeschlossen, weil dahinter eine Idee stand, die sie zusammenhielt und sie alle antrieb: ein Leben ohne Unterdrückung, eine Zukunft in Freiheit. Und trotzdem blickten sie zu Ariel auf, weil er ihnen wie kein anderer das Gefühl gab, dass ihre Hoffnungen Wirklichkeit werden konnten.“ Seite 156

„In den Bretterbuden befanden sich die Suchthöhlen der Abhängigen, wo sie ihre Tage und Nächte im bibliomantischen Rausch verbrachten. Viele weitere, die sich nicht einmal die primitivsten Unterkünfte leisten konnten, saßen am Rand der Gassen, in Nischen und Durchgängen, eingefallene Gestalten, die mit zitternden Händen einzelne Seiten hielten oder über abgegriffenen Bänden zusammengesunken waren.“ Seite 265

Charakter:

Furia, die in der Vergangenheit herbe Verluste wegstecken musste, versucht ihr Leben weiterzuleben. Von Summerbelle weiter ausgebildet, begibt sie sich erneut in den Kampf, um ihre Ziele zu verfolgen und die zu schützen, die ihr am Herzen liegen. Sie ist stärker geworden, doch auch ein starker Mensch erlebt Momente, in denen er auf andere angewiesen ist. 


Meinung:

Auch Band 2 wartet mit Unterhaltung der Extraklasse auf. Es braut sich etwas zusammen in der Welt um Furia und ihre Weggefährten. Dieses Mal zeitgleich an mehreren Fronten! 
Machtgier und Umsturzgedanken an der adamitischen Akademie, Isis auf Abwegen, und der verbannte Siebenstern halten den Leser auf Trab und die Spannung am Laufen ;) Kai Meyer lässt wieder an vielen Stellen seine Phantasie spielen, was uns ein Werk voller Bibliomantie, aber auch Freundschaft, Verrat und Intrigen beschert.

Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen alter Bekannter, allen voran die Leselampe und der Sessel, aber auch Ypsilonzett (der meiner Meinung etwas häufiger zu sehen hätte sein können), wobei Kai Meyer auch in Band 2 nicht davor zurückschreckt, Protas über die Klinge springen zu lassen... Aber das müsst ihr schon selbst lesen ;)

Sehr toll fand ich das stellenweise Aufgreifen von Details aus Band eins, welches denjenigen unter uns, bei denen das Lesen davon etwas länger her ist, enorm den Wiedereinstieg in das Geschehen erleichtert.

Leider haben sich in "Nachtland" kleine Längen sowie ein paar mini Wiederholungen eingeschlichen, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut. Das macht der Autor mit seinem eingängigen und mitreißenden Schreibstil allemal wieder wett :D
Jedoch war das Buch für mich persönlich etwas "schwieriger" zu lesen als der Vorgänger - einfach, weil unheimlich viel geschieht und das an mehreren Fronten. Zwar springt die Handlung immer wieder zwischen den einzelnen Protagonisten und der jeweiligen Handlung hin und her -Spannung garantiert-, aber in Summe geschieht wirklich viel, so ist definitiv "dranbleiben" angesagt ;)

Alles in Allem hat mir "Nachtland" wieder viel Spaß und so manchen Schmunzler beschert, ich für meinen Teil freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Furia und dem Widerstand in 2016!


mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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Montag, 22. Juni 2015

Zerrspiegel - Die (blut-)rote Zora mal anders... Nichts für schwache Nerven!

Quelle: HP Katja Zucchetti-Montejano
Zerrspiegel

Erscheinungstermin: 15. März 2015 

Taschenbuch
260 Seiten
12,8x2,3x18,8 cm
ISBN: 978-3944264738


EURO 12,00 [D] 
ebook EURO 5,99 [D]  


Verlag: SWB




die Autorin: 

Katja Zucchetti-Montejano wurde 1967 in Aarau (Schweiz) geboren und lebt mit ihrem Ehemann und Hunden in Zofingen (Schweiz). Ihr Vater stammt aus Spanien und die Mutter aus Italien. Nach Abschluss einer Banklehre war sie in diversen Unternehmen tätig. Schon in dieser Phase ihres Lebens zeigte sich eine wichtige persönliche Eigenschaft: Sie hielt nicht an einem einzigen eingeschlagenen Pfad fest, sondern probierte vieles aus und suchte aktiv nach dem für sie passenden Weg. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der Informatikabteilung einer größeren Bankengruppe. Ihre Leidenschaft zur Spannungsliteratur hat sie dazubewogen, selber Thriller zu schreiben. Die Autorin ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“.


Klappentext:

Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!


Zitate:
"Wieder schoss ihm durch den Kopf, dass er für diese Welt zu intelligent war. Eine Wahrheit, die ihm zu schaffen machte. Unterforderung und Langeweile waren kontraproduktiv für einen Menschen wie ihn, der sich ständig weiterentwickelte. Da draußen gab es niemanden, der es mit ihm aufnehmen konnte. Mit einer Ausnahme: Die Rothaarige! Aber um diesen Ausrutscher würde er sich später kümmern.“ Seite 33

„Nirgends war sie sicher. Weder jetzt noch in Zukunft. Bis dahin würde er sie so weit bringen, dass sie sich nichts anderes als den Tod wünschte.“ Seite 113/114

Charakter:

Jazz hatte es nicht leicht in ihrem Leben. Sie leidet unter einer leichten Form des Asperger-Syndroms, was ihr in vielen Belangen den Alltag erheblich erschwert. 
Alles muss geordnet und akkurat sein, anders kommt sie nicht klar. Darüber hinaus fällt ihr der Umgang mit Menschen extrem schwer, da sie diese weder versteht noch deuten kann. Wenn man Dinge wie Ironie oder Metaphern nicht nachvollziehen/interpretieren kann, ist es wahrlich nicht leicht, anderen zu folgen. Zumal sie auch mit Körpersprache und allem, was eine zwischenmenschliche Kommunikation ausmacht, Probleme hat. 
Und als wäre das noch nicht schlimm genug, gibt ihre mit Jazz´ Krankheit überforderte Mutter ihr die Schuld an den Dingen, die im Leben schief laufen, wie z.B. ihre früheren Alkoholsucht. Jazz' bereits geringes Selbstwertgefühl leidet darunter natürlich zusätzlich. Sie ist allein und hat keine Freunde außer Nico, den Sohn des neuen Lebensgefährten ihrer Mutter.  


Meinung:

Jazz´ Leben gerät komplett aus den Fugen, als sie nicht nur zuhause überfallen wird -wobei sie nur knapp entkommen konnte-, sondern auch ihre Mutter und ihre Schwester entführt werden.
Sie findet sich nach dem Angriff bei Nico wieder, der sie nachts auf der Straße gefunden hat. Dort erhält sie kurz darauf einen Anruf vom Entführer, dass sie sich nachts mit ihm treffen soll. Was will der Mann von ihr und ihrer Familie, warum greift er sie an? 
Sind sie wahllose Opfer, ist der Mann auf Rache aus, oder werden sie wegen den hohen Schulden ihrer Mutter bestraft?? Jazz muss entscheiden, was sie tun soll, denn ihr läuft die Zeit davon. Aber hat sie überhaupt eine Wahl? Der Täter hat ihre Handynummer und weiß, wo sie wohnt. Sie befindet sich eigentlich bereits im Visier eines Typen, der nicht lange fackelt…

Bereits der Prolog, der von einem früheren Mordopfer des Täters handelt, lässt uns erahnen, wie kalt und abgebrüht er ist. Wir bekommen einen Sadisten präsentiert, der vor Folter, Missbrauch und Mord nicht zurückschreckt.
Schon nach den ersten Seiten kann man erkennen, dass dieser Thriller definitiv nichts für schwache Nerven ist. Das ändert sich auch im weiteren Verlauf der Geschichte nicht. Denn zusätzlich zu den detaillierten, oftmals recht bildhaften Beschreibungen der Quälereien und Untaten des Täters, bekommen wir Leser immer mal wieder Kapitel über ihn serviert, die uns seine Motive, seine Pläne und seine Denkweisen näherbringen. Nervenkitzel und Schaudern garantiert :)

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, kurze Sätze sowie Kapitel schaffen einen angenehmen Lesefluss und die ausgearbeitete Detailgenauigkeit lässt das Kopfkino zum Leben erwachen. 
Wer gerne Thriller liest, bei denen es etwas „derber“ und blutiger zugeht, der dürfte mit „Zerrspiegel“ voll auf seine Kosten kommen! 



Vielen herzlichen Dank an Katja Zucchetti-Montejano für dieses Rezensionsexemplar und den wirklich netten und sympathischen Mailverkehr!



mein Fazit: 
                                 5 von 5 Sternen



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Montag, 15. Juni 2015

Passagier 23 - Mein erster, aber definitiv nicht mein letzter Fitzek :D

Quelle: Droemer Knaur
Passagier 23 

Erscheinungstermin: 30. Oktober 2014
Hardcover mit Schutzumschlag
432 Seiten, 21,5x14,0cm 

ISBN: 978-3426199190 
EUR (D) 19,99  
ebook EUR (D) 14,99 

Verlag: Droemer HC





der Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.


Klappentext:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...



Zitate:
"Im Gegensatz zu ihm legte sie großen Wert auf Körperpflege. Sein letztes Peeling lag ein Jahr zurück. Damals hatten die beiden Slowenen ihn mit dem Gesicht über den Asphalt der Autobahnraststätte gezogen. Es war nie gut, wenn die Tarnung aufflog." Seite 25/26
„Was geschieht mit mir, wenn ich gestehe?“„Dann darfst du sterben.“ Seite 164
"Dabei zweifelte er an seinem Glauben, den er trotz allem nie vollständig abgelegt hatte. Er war sich sicher, dass nach dem Tod nicht lediglich ein langer, traumloser Schlaf auf ihn wartete. Allerdings konnte er nur hoffen, dass ihm eine Begegnung mit seinem Schöpfer erspart blieb. Sonst würde es nicht bei einem freundlichen Plausch mit dem Verantwortlichen bleiben, der am Fahrkartenschalter des Lebens saß und unschuldigen Kindern One-Way-Tickets in die Folterkammer sexuell gestörter Psychopathen löste." Seite 167

Charakter:

Martin ist durch den Verlust seiner Frau und seines Sohns durch Suizid, komplett abgestumpft. Er ist gleichgültig, ungepflegt und da er nichts mehr zu verlieren hat, ist er abgebrüht und hat keinerlei Angstempfinden mehr. Das macht ihn, obwohl er, da er quasi eine tickende Zeitbombe ist, eigentlich schon mehrfach in Frührente geschickt hätte werden sollen, zu einem effektiven verdeckten Ermittler, der vor nichts zurückschreckt. Selbst dann nicht, wenn er dabei seine Gesundheit oder sein Leben riskiert. Da ihn nichts mehr berührt oder schockiert, kann er sich besonders prekären, wenn nicht gar kranken Fällen widmen. Psychopath jagt Psychopathen, sozusagen ;) 


Meinung: 

Der Anruf einer alten Dame treibt Martin zu Beginn der Geschichte zurück auf das Schiff, auf dem sich seine Familie das Leben nahm. Sie behauptet sowohl Dinge über den damaligen Vorfall zu wissen, als auch darüber, dass sich selbst heute noch ähnliche „Unglücke“ ereignen. 
Menschen verschwinden –sage und schreibe 177 Stück in den letzten 10 Jahren! – und, sie ist sicher, dass es sich hierbei in vielen Fällen nicht wirklich um Selbstmorde handelt, sondern schlicht und ergreifend um Mord! Kann das alles die Wahrheit sein und falls ja, welche Infos könnte sie über seine Familie haben?  Bevor Martin sich versieht, befindet er sich bereits mitten in einem gigantischen, perfiden Komplex aus menschlichen Abgründen, Intrigen Habsucht und Geldgier!  

Bereits im Prolog werden wir Zeuge einer recht blutigen „Behandlung“, das lässt gleich die richtige Thrillerstimmung aufkommen :D 
Kurze Kapitel, ein stetiger Wechsel zwischen den unterschiedlichen Personen -Personen, die sich nicht kennen, deren Schicksale jedoch ineinander verstrickt sind- und eine Geschichte voller Wirrungen, Verstrickungen und Wendungen lassen das Buch zu einem wahren Pageturner werden. 

Ganz ehrlich, kann man bereits nach 20 Seiten in ein Buch verliebt sein?? Ein klares „JA“ von mir. Fitzek ist definitiv nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Gemüter.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zwar sehr wohl einige seiner Bücher daheim habe, aber bislang noch keinen gelesen hatte… Das muss ich wohl dringend nachholen, denn nicht nur die Story hat mir sehr gut gefallen, nein, auch den Schreibstil fand ich genial.
Die unterschiedlich geformten Charaktere die dadurch entstanden sind, wirken authentisch und bei so mancher Aussage oder manchem Gedanken musste ich lauthals loslachen. Die derbe, direkt Art, wenn es zum Beispiel um Martin oder den Reeder geht - herrlich! Leider kann ich hier jetzt nicht ins Detail gehen ohne zu spoilern, aber Fakt ist: das nächste Buch von Sebastian Fitzek wird bei mir nicht allzu lange auf sich warten lassen :D


mein Fazit: 
                                 5 von 5 Sternen



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