Werbung

Wie viele von euch bereits mitbekommen haben, wird aktuell lautstark das Thema "Werbung", und wie man damit umzugehen hat, diskutiert. Die Verunsicherung unter den Bloggern ist mittlerweile groß, da die Umsetzung nicht so durchsichtig ist, wie wir "Nichtjuristen" es eigentlich bräuchten. Aus diesem Grund deklariere ich zukünftig bestimmte Details meiner Rezensionen, auch wenn ich keinerlei kommerziellen Zweck damit verfolge und auch noch nie eine monetäre Gegenleistung dafür erhalten habe. Aber ihr wisst ja: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Alternativ bliebe mir, aus Angst meinen Blog zu schließen! Da jedoch mein Herz daran hängt,
kennzeichne ich hiermit gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Inhalte als Werbung:
In meinen Beiträgen finden sich (zu informativen Zwecken) Links zu Verlagen und Autoren, sowie zu Büchern auf der Webseite des jeweiligen Verlags bzw. Autors.

Sonntag, 28. August 2016

Alles, was ich sehe

Quelle: Königskinder
Alles, was ich sehe 

Originaltitel: The One Thing
Aus dem Englischen von Nadine Püschel


Erscheinungstermin: 18. März 2016 
Hardcover, gebunden, 15x22 cm
432 Seiten, ab 14 Jahren, 
ISBN: 978-3-551-56022-3 

D: 18,99 € | A: 19,60  
ebook D & A: 10,99 


Verlag: Königskinder






die Autorin:

Marci Lyn Curtis wuchs in Nordkalifornien auf, wo sie Biologie studierte. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Dackel in Maryland. „Alles, was ich sehe“ ist ihr erster Roman.


Klappentext:

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.

Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.
 


Zitate:
"Dass er sich verspätete, wunderte mich nicht besonders. Er hatte wirklich ein außergewöhnliches Talent dafür. Wahrscheinlich, weil er sich immer so langsam vorwärtsbewegte wie ein Unterwasserfurz." Pos. 65
"Es gibt doch nichts Besseres als einen guten Schlagabtausch, um wieder klar denken zu können." Pos. 122
"Ich hatte zwar wenig vermittelbare Fähigkeiten vorzuweisen, aber im Lügen war ich unschlagbar.Pos. 618
"Ich hatte das komische Gefühl, gerade ein winziges Teil von mir wiedergefunden zu haben, ein Bruchstück, das vor Monaten verloren gegangen war.Pos. 779

Meinung:

Seit Maggie vor einem halben Jahr -nach einer bakteriellen Hirnhautentzündung- erblindet ist, ist ihr Leben ein Trümmerhaufen. Sie sieht keinerlei Zukunftsperspektiven mehr und ist auch an keiner interessiert. Maggie ist faul, schwindelt oft und ihre Freundinnen hat sie nach und nach vergrault. Sie hasst es, wie die Leute sie mit Samthandschuhen anfassen und so ist mittlerweile der Umgang mit ihr generell nicht einfach und auch in der Beziehung zu ihren Eltern hat sich eine große Kluft aufgetan. 
Ihr Vater lässt sie so gut wie nichts mehr selbst machen und gemeinsame Aktivitäten hat er, auf Grund ihrer ablehnenden Haltung, im Laufe der Zeit eingestellt. 

Noch schlimmer ist jedoch die Beziehung zu ihrer Mutter. Die beiden hatten einst denselben Traum: Ihre Mutter wollte Profi-Fußballerin werden, doch eine Verletzung machte dies, kurz vor ihrem großen Durchbruch, unmöglich. Maggie hat diesen Traum eine Weile später aufgenommen und weitergeträumt, was auch ihre Mutter erneut hat aufblühen lassen. Seit ihrer Erblindung ist für Maggie dieser Traum jedoch definitiv ausgeträumt! Damit kamen auch die Schuldgefühle ihrer Mutter gegenüber, diese ein zweites Mal um ihren Traum und ihre Hoffnungen betrogen zu haben...
So fristet Maggie nun ein relativ tristes, einsames Dasein, bis ihr eines Tages, nach dem Besuch bei ihrem Bewährungshelfer (jaaaa, wenn man gefrustet ist, macht man auch schonmal dumme Sachen ;)) der kleine Ben begegnet. Obwohl "begegnet" vielleicht das falsche Wort ist... 

Sie legt sich vor seinen Augen lang und schlägt sich übel den Kopf an. Als sie die Augen wieder öffnet, kann sie beinahe nicht fassen, was sie da sieht. JA, SIEHT! Denn sie kann Ben tatsächlich sehen, sowie einen kleinen Umkreis um ihn herum...
Ist das ein Wunder? Oder wird sie gar verrückt?? Von da ab beginnt die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft, die ihresgleichen sucht!

Ok, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, wo ich anfangen soll... Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin einfach nur verzaubert! Marci Lyn Curtis hat mit der Geschichte um Ben und Maggie ein dermaßen hinreißendes Szenario gezaubert, dass ich einfach nur verliebt bin!

Kommen wir zuerst zum Schreibstil. Er ist einfach gehalten, mit kurzen Kapiteln, die aus Maggies Sicht in der Ich-Perspektive erzählt werden. So ist die Ausdrucksweise angenehm eingängig, jugendlich und -was mir persönlich am besten gefällt- durch Maggies Genervtheit, ihren Sarkasmus und ihr loses Mundwerk, oftmals einfach nur zum Schmunzeln :) Selbst ihre Unlust ist irgendwie sympathisch, da man sie voll und ganz nachvollziehen kann.

Darüber hinaus, macht die Freundschaft zwischen Maggie und Ben riesigen Spaß! Obwohl die beiden wohl nicht unterschiedlicher sein könnten -Ben ist neugierig, belesen, gutherzig und einfach nur süß (nein, nicht diese Art süß, denn Ben ist erst 10 Jahre alt ;)) und Maggie ist... naja, Maggie eben- kommen sich die beiden schnell nahe.
Ben bringt wieder Freude und Licht in ihr Leben, was den beiden einfach nur gut tut.

Ich muss ehrlich gestehen, bei Ben geht selbst mir als Leser das Herz auf! 

Dieser kleine, behinderte Junge, der die Welt zu einem besseren Ort macht -und das obwohl er auf Grund seiner Behinderung auch oft gehänselt wurde und in seinem kurzen Leben schon einiges an Trauer wegstecken musste-, lässt vermutlich nicht nur mein Herz höher schlagen ;)

Für mich war "Alles, was ich sehe" eine absolute Überraschung!
Es behandelt dermaßen viele Aspekte wie z. B . Hoffnung, Freude, Freundschaft, Verlust, Trauer und ja, auch ein kleines bisschen Liebe, dass mir eine klare Kategorisierung wirklich schwer fallen würde. Aber Fakt ist, dass diese Geschichte einfach nur wunderschön und ein absolutes Highlight ist!
 

  
Vielen herzlichen Dank an den Königskinder Verlag für dieses Rezensionsexemplar!



mein Fazit: 
                                 5 von 5 Sternen



Diese und meine anderen Rezensionen sind auch zu finden bei: Google+LovelybooksWas liest du?Amazon, Goodreads und Facebook

Kommentare: