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Wie viele von euch bereits mitbekommen haben, wird aktuell lautstark das Thema "Werbung", und wie man damit umzugehen hat, diskutiert. Die Verunsicherung unter den Bloggern ist mittlerweile groß, da die Umsetzung nicht so durchsichtig ist, wie wir "Nichtjuristen" es eigentlich bräuchten. Aus diesem Grund deklariere ich zukünftig bestimmte Details meiner Rezensionen, auch wenn ich keinerlei kommerziellen Zweck damit verfolge und auch noch nie eine monetäre Gegenleistung dafür erhalten habe. Aber ihr wisst ja: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Alternativ bliebe mir, aus Angst meinen Blog zu schließen! Da jedoch mein Herz daran hängt,
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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Bluescreen - Spiel verrückt!

Quelle: Piper
Bluescreen - ein Mirador-Roman 
von Dan Wells  

Originaltitel: Bluescreen
Originalverlag: Balzer + Bray, New York 2016
aus dem Amerikanischen von: Jürgen Langowski  

Erscheinungstermin: 04. Oktober 2016 
Kartoniert
368 Seiten
ISBN: 978-3-492-28021-1 
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] 
ebook € 9,99 [D]  

Verlag: Piper






der Autor: 

Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah, und war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Nach seinen futuristischen Thrillern um die »Partials« war »Du bist noch nicht tot« der lang erwartete neue John-Cleaver-Roman. Mit der »Mirador«-Saga führt Dan Wells in eine neue Welt.  


Klappentext:

Nach den Bestsellern um den Serienkiller John Cleaver führt Dan Wells in eine Zukunft, die erschreckend schnell Realität werden kann: Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte ... 


Zitate:
Die reale Welt. Sie war seit einer ganzen Weile nicht mehr hier gewesen. Die Farben kamen ihr viel stumpfer vor.“ Seite 18
Sie konnte keine Nachrichten mehr schicken, nicht mehr telefonieren, nicht einmal mit einem Blinzeln die Polizei oder einen Krankenwagen rufen, wenn etwas schiefging. Sie war auf sich selbst gestellt. Das machte ihr Angst.“ Seite 191

Meinung:

Marisa lebt im L.A. des Jahres 2050, die Welt hat sich definitiv weiterentwickelt... 
So gut wie jeder verfügt über einen "Djinni" - ein Implantat im Kopf, mit dem man durchgehend online sein kann. 
Sogenannte "Nulis" erledigen alles, was man sich vorstellen kann. Egal ob Bedienen im Restaurant, Wäsche waschen, es gibt für fast alles einen dieser künstlichen Helfer.
Doch natürlich gibt es auch nach wie vor Gewalt auf den Straßen. Gangs regieren die Viertel und auch Marisas Eltern müssen Schutzgeld bezahlen, um ihr Restaurant am Laufen halten zu können.
Erpressung, mafiaartige Zustände und Drogen regieren die Stadt. Neu ist jedoch, dass es mittlerweile auch digitale Drogen, wie zum Beispiel "Bluescreen" gibt.
Aber was wäre, wenn dieses digitale Leben eben doch gefährlicher wäre, als die Menschen bislang dachten? Ziemlich bald müssen sich Marisa und ihre Freunde dieser Frage stellen, aber wie entkommt man einem nahezu unsichtbaren Gegner, ohne dabei sein Leben oder das eines geliebten Menschen zu verlieren?!

Ok, kommen wir zuerst zum Schreibstil. Dan Wells schafft es, eine absolut gelungene und überzeugende Welt zu kreieren, die nicht nur faszinierend aufgebaut, sondern deren "Techniklastigkeit" zwar detailliert ist -ohne jedoch auszuufern- die aber dazu auch noch die nicht so technikaffinen Leser absolut nicht überfordert. Perfekt! 

Vor vielen Jahren habe ich bereits den ersten Band seiner "Serienkiller"-Reihe gelesen und habe diese zwar auch als gut in Erinnerung, aber "Bluescreen" hat mich dagegen richtiggehend geflasht (und nein, das sollte jetzt kein Wortspiel sein :D)
Ich kann eigentlich nur sagen: Spannend, spannend, spannend! Die Geschichte ist durchgehend actionreich, unvorhersehbar und perfekt konstruiert! 

Am Besten gefällt mir eigentlich die Zwiespältigkeit, die einen die Story empfinden lässt. Klar sieht man die Vorteile, die ein derartiges Leben mit sich bringen könnte. Mal schnell irgendwelches Wissen abrufen oder auch in Notsituationen mit einem Blinzeln den Arzt oder die Polizei rufen... Nachrichten von Freunden direkt an den Rand des Sichtfeldes empfangen und vieles, vieles mehr! Also ich könnte wirklich nicht behaupten, dass jetzt nicht ein paar Dinge dabei gewesen wären, die ich nicht als praktisch empfunden hätte ;)
Dennoch ist es gleichzeitig beängstigend sich eine Menschheit vorzustellen, die NOCH mehr von der Technik abhängig ist, als nicht sowieso bereits... Irgendwie glaube ich nicht daran, dass man auf Dauer wirklich noch persönliche Kontakte pflegen würde, wenn man doch auch online Menschen aus aller Herren Länder treffen kann... 
Definitiv sowohl ein schwieriges als auch faszinierendes Thema!

Für mich war "Bluescreen" große Technik, spannender Thrill und somit ein wahrer Schatz für alle, die auf Action, Dystopien und/oder SyFy stehen. Seien es nun technikbegeisterte Nerds oder auch die Normalos unter euch. Ich hatte definitiv eine Menge Spaß und würde unheimlich gerne einfach nur weiterlesen! 

Vielen herzlichen Dank an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!



mein Fazit: 
                                 5 von 5 Sternen



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1 Kommentar:

  1. Liebe Jacqueline

    Ich habe es auch so empfunden. Manche Dinge wären ganz praktisch. Aber, die Kontrolle über uns wäre dann endgültig besiegelt.

    Eine gute Besprechung von dir.

    Liebe Grüße, Gisela

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