Werbung

Wie viele von euch bereits mitbekommen haben, wird aktuell lautstark das Thema "Werbung", und wie man damit umzugehen hat, diskutiert. Die Verunsicherung unter den Bloggern ist mittlerweile groß, da die Umsetzung nicht so durchsichtig ist, wie wir "Nichtjuristen" es eigentlich bräuchten. Aus diesem Grund deklariere ich zukünftig bestimmte Details meiner Rezensionen, auch wenn ich keinerlei kommerziellen Zweck damit verfolge und auch noch nie eine monetäre Gegenleistung dafür erhalten habe. Aber ihr wisst ja: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Alternativ bliebe mir, aus Angst meinen Blog zu schließen! Da jedoch mein Herz daran hängt,
kennzeichne ich hiermit gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Inhalte als Werbung:
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Samstag, 8. Oktober 2016

Geteilt

Quelle: HP C.Stromberg
Geteilt

Erscheinungstermin: 28. April 2016 

Taschenbuch, 376 Seiten
ISBN: 978-9463186872 

€ 14,99 [D]  
ebook € 9,90 [D]

Verlag: Mbook







Klappentext: 

Könntest du dir vorstellen, in einer Stadt zu leben, in der Frauen und Männer durch eine Mauer voneinander getrennt sind? Nein? Für das sechszehnjährige Mädchen Janie Thompson ist dies die Realität. Alle Jungen, die das Alter von sechszehn Jahren erreichen, müssen ihre Seite der Stadt, in der nur Frauen und Kinder zugelassen sind, verlassen. Doch was passiert, wenn man sich gegen alle Regeln in einen Jungen verliebt? Für Janie beginnt ein Spießrutenlauf, begleitet von ständiger Angst, entdeckt zu werden, denn dies hätte fatale Folgen...   


Zitate:
"... aber Schwäche zählt nicht, ich muss Rose Kraft geben, sonst schaffen wir es nie." Seite 45
"Einen Moment gebe ich mich der Illusion hin, wie es wäre, wenn wir alle es auf die Männerseite schaffen würden. Was würde uns da erwarten?" Seite 52
"Doch es ist die Wirklichkeit. Die harte, brutale Realität. Ben ist nicht geflohen. Er ist nun drüben auf der Männerseite. Es wird ihm gut gehen, es wird ihm gut gehen. Wie ein Mantra wiederhole ich diese Worte im Geiste wieder und wieder." Seite 62

Meinung:

Die Welt, in der Lanie mit ihrer Familie lebt, ist düster und trist. Denn es herrscht nicht nur eine strenge Trennung zwischen den Geschlechtern -alle Männer die die Volljährigkeit erreichen, werden auf die andere Seite der Mauer gebracht, die die Frauenstadt umgibt- sondern auch Unterdrückung und Einschüchterung.
In der Stadt wimmelt es nur so von Wächterinnen, die jeden Verstoß sofort ahnden. Und glaubt mir, so ziemlich alles ist ein Verstoß, man darf sich nicht mal negativ über die Regierung äußern, oder sich auch nur ansatzweise mit einem Jungen treffen. Die Strafen sind hart und hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass Hochverrat mit dem Tode bestraft wird. Das alles hat Lanie mehr oder minder hingenommen, bis ihr Zwillingsbruder Ben, mit dem Erreichen der Volljährigkeit die Ausweisung bevorsteht. Immer mehr nehmen bei ihr die Zweifel daran überhand, dass wirklich alle Männer derart abgrundtief böse sein sollen, wie die Regierung ihnen weißmachen will. Als die dann während der Verabschiedung von Ben noch der geheimnisvolle Henry über den Weg läuft, weiß sie endgültig nicht mehr, wie sie es in dieser Gemeinschaft noch weiter aushalten soll. Aber hat sie überhaupt eine Wahl? Denn seit der Flucht der Schwester ihrer Großmutter vor vielen Jahren, steht ihre Familie streng unter Beobachtung. Und eine Rebellion oder Flucht ihrerseits, würde hart auf ihre Familie zurückfallen...

Zu Beginn der Geschichte erfahren wir, dass Lanie sich in der Ausbildung zur Wächterin befindet, wo sie grauenvolle Dinge erlebt. Daraufhin machen wir einen Sprung zurück zu der Zeit, als Lanie noch zur Schule ging und ihr Bruder Ben noch bei ihr war, und erfahren Schritt für Schritt, was sie dazwischen erlebt hat und wie es zu dieser Situation kam.

Die Autorin erweckt die Geschichte um Janie, ihre Familie und ihre beste Freundin Ann mit einem wirklich angenehmen und bildhaften Schreibstil zum Leben. Wir erfahren viel über ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen und wachsen so in das Geschehen hinein.
Sie schafft es, eine wirklich bedrückende Stimmung zu erschaffen, die einen frösteln lässt, denn die Gewalt und Unterdrückung der Menschen ist allgegenwärtig.

Auch ihre Freundschaft zu Ann hat mir viel Spass gemacht. Zwei Mädchen die eigentlich nicht unterschiedlicher sein könnten, aber ihre Leben gegenseitig -trotz aller Umstände- lebenswerter und heller machen... Das war schön zu lesen.

Leider gab es für mich aber auch zwei Kritikpunkte, von denen ich jedoch einen während des Schreibens dieser Rezension gleich wieder revidieren muss ;)

Zum Einen hat es die Autorin für meinen Geschmack zum Teil einfach etwas zu gut gemeint.
So liegen zwischen dem aktuellen Geschehen, das ganz am Anfang erzählt wird und dessen Wiederaufnahme -nach der dazwischenliegenden Vorgeschichte- über 250 Seiten, die manchmal etwas zu detailreich und somit leicht zäh werden. Das hat zu ein paar Längen geführt, hier hätte man für mich noch etwas kürzen können ;)

Zum Anderen endet die Geschichte, naja nennen wir es mal "offen", mit gefühlten 1000 unbeantworteten Fragen und quasi mitten im Geschehen. Ein wirklich krasses und unbefriedigendes Ende! Beim Lesen des Nachwortes habe ich dann entdeckt, dass die Autorin noch nicht weiß, ob es eine Fortsetzung geben wird!! Skandal XD
Doch während ich das hier schreibe, habe ich mir die Homepage von Celine Stromberg angeschaut und etwas von 'ner Trilogie entdeckt, somit kann und will ich diesen Stern nicht von meiner Wertung abziehen ;)

Alles in Allem war "Geteilt" für mich eine wirklich tolle Idee mit viel Potenzial aber auch kleinen Schwächen, von der ich unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht!
  


mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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